„Erfolgreiches Marketing für soziale Einrichtungen“ – Rezension

Rezension:
Zur VeroBuch: Erfolgreiches Marketing für soziale Einrichtungenrtung der Begrifflichkeiten in einer noch recht neuen  Disziplin übernimmt dieses kleine Büchlein ein wichtige Funktion. Dem Autor ist für die Definitionen in einem für das Marketing neuen und ’schwierigen‘ Markt zu danken, weil das Konstrukt des sozialrechtlichen Dreiecks, welches sich daraus ergibt, dass der Staatsapparat soziale Dienstleistungen finanziert, welche bestimmte Menschen oder die Allgemeinheit empfangen, das Marketing vor besondere Aufgaben stellt.

Der vorherrschende Charakter von ideellen Werten und die gleichzeitige wirtschaftliche Notwendigkeit von Nonprofit-Organisationen tragen dazu bei, dass Marketing an die Besonderheiten der Sozialwirtschaft angepasst werden muss. Marketing bewegt sich damit zwischen den unterschiedlichen Zielen der Nonprofit-Organisationen und den Bedürfnissen staatlicher Geldgeber, direkter Leistungsempfänger und derjenigen, die in Nonprofit-Organisationen beschäftigt sind. Gerade die Beschäftigten, die an Leitungs-Funktionen herangeführt werden sollen, unterschätzen die Wichtigkeit und Bandbreite des Marktings in Pflege-Einrichtungen. Insofern trägt der Autor mit dazu bei, Klarheit in die Begrifflichkeiten zu bringen.

Das Prinzip der Stakeholder, die Organisation in ihrem gesamten sozialökonomischen Kontext zu erfassen und die Bedürfnisse der unterschiedlichen Anspruchsgruppen in Einklang zu bringen, wird in  dem Beitrag Rechnung getragen. Interessant wäre eine tiefere Beschäftigung (eigener Unterpunkt) mit dem Thema des Stakeholder-Relationship-Managements (SRM) gewesen, das deutlich weiter geht als das CRM (Customer-Relationship-Management), da es versucht, die Beziehungen der Organisation zu allen, bzw. seinen wichtigsten Anspruchsgruppen in Einklang zu bringen.

Das Buch ist nicht Handlungsanleitung sondern verbindet die Bereiche Marketing und Sozialwirtschaft und setzt sich insbesondere mit Nonprofit-Organisationen, die sich auf staatlich finanzierte soziale Dienstleistungen spezialisiert haben, auseinander. Dabei werden die Soziale Arbeit hinsichtlich ihrer Art und Einordnung zwischen Staat und Lebenswelt, staatliche Geldgeber hinsichtlich ihrer lokalen Verortung und Non-Profit-Organisationen hinsichtlich ihrer Unternehmens-Stärke und verschiedenen Geldgeber untersucht.

Insgesamt kann man den Beitrag in einem sich entwickelnden und stark wachsenden Markt nur empfehlen, um Klarheit und Orientierung zu bekommen. Der praxis-orientierte Umsetzungs-Ansatz erhält in anderen Veröffentlichungen, die ich in weiteren Rezensionen untersuche, dagegen einen breiteren Raum.

Der Inhalt:
1 Einführung
2 Bedingungen und Besonderheiten in derSozialwirtschaft
2.1 Vorbemerkungen
2.2 Dritter Sektor
2.3 Nonprofit-Organisationen
2.4 Soziale Arbeit bzw. soziale Dienstleistungen
2.5 Das Subsidiaritätsprinzip
2.6 Das sozialrechtliche Dreieck
2.7 Finanzierung Sozialer Arbeit
2.8 Stakeholder
3 Grundlagen des Sozialmarketings
3.1 Einführung und Begriffsbestimmung
3.2 Marketingkonzeption
4 Marketingkonzepte im Kontext des sozialrechtlichen Dreiecks
4.1 Übersicht und Erläuterungen zu den Marketingschwerpunkten
4.2 Förderung der Adhärenz
4.3 Käufer-Kundenorientierung und Beziehungsmanagement
4.4 Vermittlung von ‚Image – Wissen – Bekanntheit‘ in der Öffentlichkeit
5 Resümee
5.1 Umsetzbarkeit
5.2 Wirksamkeit
5.3 Zukunftsperspektiven

Der Autor:
Leif Lüpertz, M. A., absolvierte eine Berufsausbildung zum Werbekaufmann und studierte anschließend Sozialmanagement an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Beruflich begleitete und betreute er sowohl bei Nonprofit-Organisationen und Wohlfahrtsverbänden als auch bei Behörden soziale Projekte. Derzeit arbeitet er als Projektleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter im betriebswirtschaftlichen Stadtteilmanagement mit dem Schwerpunkt Crossmarketing. Zudem engagiert er sich ehrenamtlich in einem Verein der freien Wohlfahrtspflege und der Sozialpolitik. Seine multidisziplinäre Ausbildung und Erfahrung in den Feldern Marketing/Kommunikation und Sozialwirtschaft motivierten den Autor, sich der Thematik des vorliegenden Buches zu widmen.

 Die Daten zum Buch:

ISBN 10: 3842879083
ISBN 13: 9783842879089
Erscheinungsjahr: 2012
Erschienen bei: Diplomica Verlag
Einband: Taschenbuch
Maße: 227 x1 59 x 13 mm
Seitenzahl: 112
Gewicht: 188 gr.
Sprache: Deutsch
Autor: Leif Lüpertz
Zusatztext: 17 Abbildungen

 

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Marketing für soziale Einrichtungen notwendig?


Bild: kuk-agentur

Marketing und Altenheime?
Das passt doch nicht zusammen – oder doch?

Ein stark wachsender Markt und Einrichtungen, die sich häufig noch an den Maßstäben von vor zig Jahren orientieren – hat da eine ganze Branche eine Entwicklung verpennt? Ja und nein – einige schon, andere wachen auf und ein kleiner Teil ist hellwach.

Denn Marketing ist vor allen Dingen ‚Unternehmenskultur‘. Und daran haperts nicht nur im sozialen Bereich – auch ganz schnöde kapitalistisch orientierte Unternehmen – vor allen Dingen im Mittelstand – haben die Zeichen der Zeit bis heute keineswegs erkannt. Sie verhalten sich noch als gäbe es kein Internet, kein Empfehlungs-Marketing und keine rasent schnelle Informations-Gesellschaft.

Warum sollten also soziale Einrichtungen besser, schneller und marktgerechter reagiert haben? Warum sollten sie ihr Angebot und Unternehmen als Marke etabliert haben – und auch so führen?  Warum sollten sie sich dem Kommunikations-Wandel geöffnet haben und verstanden haben, dass eine zeitnahe Unternehmens-Kultur nicht nur Auswirkungen auf die Nachfrage im Kunden- sondern auch im Personal-Bereich haben?

Fachkräfte-Mangel in Alten- und Pflege-Heime, Kitas und Bildungs-Einrichtungen hat ganz viel mit mangelhaftem Marketing zu tun – gerade heute!

 

Kreative Händler machen den Einkauf nebenan wieder sexy

Einzelhandel vs. Online-Handel: Ideen gegen die Verödung des Einzelhandels 

 

Süddeutsche zeitung vom 13.12.13

Süddeutsche zeitung vom 13.12.13

 

Einzelhändler stöhnen unter der Abwanderung ihrer Kunden zum Online-Handel. Umsätze schrumpfen dramatisch, weil sie gegen mehrere Konkurrenten ankämpfen müssen: Konkurrenz der Supermärkte und des Versandhandels.

Was können Einzelhändler tun? Ein paar Gedanken dazu:

DWO-Onlineumsaetze

 

 

 

 

 

Foto: Infografik – Die Welt: Umsätze im Onlinehandel 

 

1. Alle Ideen zulassen
Was man immer gemacht hat, muss heute nicht mehr allein das Richtige sein.
Brainstorming bringt neue Ideen, manchmal auch Absurdes, das nur weitergedacht, variiert oder kombiniert werden muss. Nicht sofort alles abwürgen. Augen, Ohren und Offenheit erweitern und Nachdenken, Vorschläge und Abwegiges zulassen. Mitarbeiter und Kunden einbeziehen, Anstöße geben, Rückmeldungen (Kunden) ernst nehmen …. Alles auf den Prüfstand!

2. Unterschied: Ladengeschäft plus Webseite plus …
Nur 20 % der Einzelhändler sind im Internet tätig – warum? Eine eigene Webseite nutzen, um sich besser darzustellen, neue Aktionen zu präsentieren, den Nutzern Vorteile zu verdeutlichen. SMS-Maßnahmen nutzen für Aktions-, Preis- und Veranstaltungs-Aktionen. Warum keinen Newsletter, einen Blog, Videos oder Tages-Angebote machen und per Webseite, SMS und in Netzwerken verbreiten? Multi-Channel-Marketing is in.

3. Unterschied: Gemeinsame Handels-Aktionen
Was kann stark machen? Was können Verbrauchermärkte und Versandhandel nicht? Gemeinsames Handeln? Kombi-Rabatte diverser Händler? Örtliche Aktionen, Veranstaltungen, überraschende Präsentationen außerhalb des Ladens? Empfehlungs-Aktionen entwickeln!

4. Unterschied: Der Mensch
Menschlichkeit, Freundlichkeit, Sprache, Gestik, Mimik: Damit können online-Händler nicht aufwarten. Wie kann man sich optimieren? Wie können Kunden überrascht werden? Einen Prosecco, einen Kaffee zum Einkaufsbummel, einen Ort zum Ausruhen, Überlegen, Auswählen anbieten? Ein persönliches Gespräch? Zeit nehmen, Aufmerksamkeit schenken, Emotionen wecken – ein schwieriges online-Kapitel!

5. Unterschied: Die Kombination aus Produkt und Service
Reines ‚Produkte-verkaufen‘ ist out! Online kann Service nicht! Das Kombinieren von Produkt-Verkauf plus Service – das kann auch eine Versicherung  sein – sind in manchen Branchen eine Antwort.

6. Unterschied: Das Individuelle
Online-Handel macht Masse! Handel vor Ort kann sich auf das Individuum einstellen. Mass nehmen – auch manchmal im wörtlichen Sinne -, an den persönlichen Bedingungen und Wünschen orientieren, hat mit Zeit nehmen zu tun, benötigt Zuhörer, erfordert nachfragen. All das ist dem Versandhandel kaum möglich – deshalb wachsen dort auch die Retouren-Quoten dramatisch. Was kann man noch mehr individualisieren?

7. Unterschied: Das Wissen
Natürlich wissen die Online-Händler auch viel, aber ihnen fällt es deutlich schwerer, dies auch schriftlich formuliert über die Webseite an den Mann und die Frau zu bringen. Wie kann man hier Vorteile für den Händler mit Geschäft herausholen? Was kann man besser machen?

8. Unterschied: Das Kauf-Erlebnis
Im Internet einkaufen ist oft wenig attraktiv. Man versucht immer mehr, diesen Nachteil durch Videos, Rückruf-Aktions-Buttons und ähnliches aufzuholen. Was ist das aber gegen einen coolen Verkaufs-Raum, Blumen, angenehmes Ambiente, unaufdringliche Beratung, freundliche Menschen, motivierte VerkäuferInnen, optisch anregende Waren-Präsentation, überraschende Verkaufs-Optionen – und was man sich noch alles ausdenken kann?
Und: Wenn die Menschen nicht ins Geschäft kommen, wie kann man zu den Kunden gehen und sich präsentieren (aus der Kategorie: „Alle Ideen zulassen“)?

In jeder Einzelhandels-Branche ist es sicher individuell anders – darüber wäre zu sprechen.
Was meinen Sie: Machen solche Händler den Einkauf nebenan wieder sexy?
Welche Ideen kommen zu Ihnen, wenn Sie das lesen und darüber nachdenken? 

Leitfaden für die eigene Kommunikationsstrategie

Der eBusiness-Lotse Darmstadt-Dieburg bietet einen Wegweiser für die Kommunikationsstrategie:

  • im Blog als Download und/oder
  • auf Slideshare (für registrierte Benutzer) als gratis Download an.

eBusiness-Lotse empfiehlt 6 Schritte zur Erarbeitung der Strategie:

Schritt 1: Analyse – Lernen Sie Ihr Unternehmen und Umfeld kennen

Schritt 2: Positionierung – Wie finden  Sie ein Alleinstellungsmerkmal?

Schritt 3: Zielgruppe – Lernen Sie Ihre Kunden besser kennen

Schritt 4: Ziele definieren – Was möchten Sie mit Kommunikation erreichen?

Schritt 5: Maßnahmen planen – Wie möchten Sie die Ziele erreichen?

Schritt 6: Analysieren Sie Ihren Erfolg

Mehr erfahren Sie unter den o.a. Links.

 

Social Media schon im Kindergarten?

DownloadIst Twittern für Kindergarten-Kinder fördernd?
Schauen Sie sich dieses Video an:
http://de.euronews.com/2014/05/02/social-media-im-unterricht/

Wie sieht es in Deutschland aus? Wird Social Media praktisch im Kindergarten erklärt, eingesetzt? Werden Kinder auf die Vorteile und die Problematiken aufmerksam gemacht?

Oder fängt man hierzulande erst in der Schule damit an? Wird Social Media für den Unterricht genutzt?
Wie sind Lehrer und Kindergarten-Mitarbeiter auf diese Aufgaben vorbereitet?

Müssen wir unsere Kinder nicht frühzeitig auf die Gefahren aufmerksam machen? Der WDR hat einen Beitrag dazu heute gepostet:
http://www.wdr2.de/service/quintessenz/erotikhotline100.html

Wie weit sind wir in Deutschland vorbereitet? Ihre Meinung interessiert mich …

Social Media muss man managen

Handbuch für Ausbildung und Beruf

Handbuch für Ausbildung und Beruf

Können wir uns den leisten?

Noch bevor man über die Wichtigkeit, den Nutzen und die Aufgaben eines Social Media Managers mit Unternehmern spricht, kommt die Frage:

Können wir uns den denn überhaupt leisten? Ist ein Manager für diese Aufgabe bei uns notwendig? Kann das nicht unser Praktikant nebenbei machen?

„Es ist und bleibt auch heute in den meisten KMU so, dass der Social-Media-Hut jemanden aufgesetzt wird, der nicht immer für diesen Bereich geeignet ist oder entsprechendes Know-how mitbringt“, heißt es im Geleitwort des Buches SOCIAL MEDIA MANAGER. Die Autorin VivianPein hat in eingängiger und nachvollziehbarer Form komprimiert zu Papier gebracht, was den SocialMedia-Manager ausmacht und weshalb er nicht nur für Unternehmen eine wichtige Bedeutung erlangt.

Mehr demnächst hier in meiner Buch-Rezension… 

Content: Think!

Buch: THINK CONTENTWer denkt, es sei nur wichtig in Facebook präsent zu sein und eine zweit- oder drittklassige Webseite bereit zu stellen, der irrt gewaltig!

“… denn oft ist es das Bestreben der Betreiber, möglichst viele Webnutzer auf die Site zu bekommen, größer als die Leidenschaft dafür, sie dort auch vernünftig und kompetent zu “bedienen”.  Das bloße Anlocken der User bringt jedoch im Endeffekt nichts: Wenn ihnen die angebotenen Inhalte auf der geklickten Webseite nicht gefallen, dann sind sie ruck, zuck wieder weg. “

“Dabei sollte gerade der Webauftritt Ihres Unternehmens besonders gut gehegt und gepflegt werden – schließlich bekommt er in der Regel die größte Aufmerksamkeit Ihrer User. Vollkommen egal, welche Kampagne, welches Event oder welches Gewinnspiel Sie über Facebook streuen, welche YouTube-Videos Sie  produzieren und welche Beiträge Sie auf Ihren Blogs veröffentlichen: Oberstes Ziel ist es doch in den meisten Fällen, dass die User am Ende auf Ihre Webseite kommen, um dort ein Angebot zu nutzen oder eine Handlung durchzuführen – sie wollen etwas kaufen, etwas downloaden, etwas weiterleiten, etwas verlinken, eine Empfehlung aussprechen oder Kontakt mit Ihrem Sales-Team aufnehmen. Und genau aus diesem Grund müssen Sie zunächst einmal sorgfältig die Basis beackern: Ihren Website-Content.”

Miriam Löffler beschreibt in ihrem Buch eindrucksvoll, wie wichtig CONTENT ist und wie wenig Unternehmen das bewusst ist.

Demnächst lesen hier meine Buch-Rezension!