Wie interaktiv sind Aachener Unternehmen und Organisationen im Web ? (4)

Organisationen in der StädteRegion – das haben wir bisher gesehen – sind nur zum Teil daran interessiert, sich interaktiv mit ihren Zielgruppen zu unterhalten. Ist die Botschaft dort noch nicht angekommen? Oder ist man sich der ‚Nachlässigkeit‘ gar nicht bewusst? Misst man Social Media vielleicht nicht eine gleiche Bedeutung bei wie üblichen, bisherigen Kommunikationswegen? Oder ist man nur noch nicht so weit?

Illustration

Erste vorsichtige Anzeichen einer neuen Orientierung scheinen sich – auch durch den Wechsel in der Hauptgeschäftsführung unterstützt – bei der IHK Aachen abzuzeichnen.  Scheinbar auch aufgrund eines nicht verfügbaren Strategie- bzw. Konzeptions-Papiers für die Marketing- bzw. Kommunikations-Politik wurden meine Fragen zumindest per Mail soweit beantwortet, dass ein erster Eindruck über die IHK-Aktivitäten entstehen konnte.

Aachen: IHK-Homepage

Aachen: IHK-Homepage

„Seitens der IHK fahren wir eine differenzierte Strategie, was den interaktiven Kontakt zu unseren Mitgliedern betrifft. Sie basiert in erster Linie auf unserer Homepage, die wir in den vergangenen Monaten stärker mit den Printmedien unseres Hauses verzahnt haben. Zudem bedienen wir uns eines Newsletter-Systems, …“.

Die Homepage – eine Entwicklung der Gesamt-IHK-eigenen „Gesellschaft für Informationsverarbeitung mbH“ – wird innerhalb der Kammern als die momentan optimierte Form der Selbst-Darstellung nach innen und außen angesehen. Sie sieht allerdings nicht vor, einen Dialog mit Mitgliedern oder Webseiten-Besuchern zu beginnen. Dies soll nach Willen der Entwickler über die alten Wege per Telefon, Brief oder eMail geschehen.
Die Kritikpunkte wurden allerdings nicht abgeschafft oder überbrückt: IHK-Untenehmen werden wie seit Jahren zwar in diversen vorgestellt, jedoch kaum gepflegt (denn das obliegt den Unternehmen, die darin keinen großen Mehrwert sehen). Viele einzelne „Börsen“ sind zwar von der Idee sehr wertvoll, jedoch nicht mit einem zusammenführenden Netzwerk verbunden, so dass die Unternehmer die diversen Aktivitäten einzeln – nicht selbst sondern über die IHK-Geschäftsstelle – pflegen muss, als Nutzer jedoch keine übersichtliche Zusammenfassung aller Aktivitäten der regionalen Unternehmen erhält.

xing-logoDas Business-Netzwerk XING wird von der IHK Aachen nicht genutzt – das entsprechende Unternehmens-Profil ist nicht ausgefüllt und demnach ungepflegt. Es weist 36 Mitarbeiter aus, von den etwa 30 % eine Premium-Mitgliedschaft nutzen – der Haupt-Geschäftsführer Bayer ist nicht Mitglied dieses Sozialen Netzwerkes – genau wie der größere Teil seiner Geschäftsführer. Allerdings werden lt. Angaben des IHK-verantwortlichen einige Arbeitsgruppen über XING organisiert: „Xing hat unserer Auffassung nach den Nachteil, dass die Adressen der in der Gruppe betreuten Mitglieder nicht in der Hoheit der Kammer liegen, sondern beim Betreiber des Netzwerks.“ Da aufgrund fehlender „… sinnvoller Synergien zu unseren bestehenden Mitgliederdateien  nur schwer herzustellen…“  ist und eine Nutzung deswegen wenig sinnvoll erscheint, lässt meine Frage nach einer Implementierung der von unserem Unternehmen speziell entwickelten Sozialen Netzwerkes für IHK-Mitglieder wieder aufflammen. („Wir beobachten diese Entwicklung, um uns gegebenenfalls auch anderweitig darauf einstellen zu können.“)
Twitter-Account der IHK Aachen

Twitter-Account der IHK Aachen

 

Bei Twitter zwitschert man

„Alles über die IHK Aachen unter: http://www.aachen.ihk.de  und http://de.wikipedia.org/wiki/IHK_Aachen„. Heute hat man:

 Während die Kammer-Verantwortlichen beim größten Sozialen Netzwerk nicht tätig werden: „Facebook halten wir nur begrenzt für unsere Zielgruppe geeignet. Wir konzentrieren uns dort auf einzelne Maßnahmen wie zum Beispiel ein Azubi-Speed-Dating oder gegebenenfalls den im nächsten Jahr stattfindenden ‚Ball der Wirtschaft'“.
Ebenso wenig wie bei  Pinterest oder LinkedIN, dem internationalen BUSINESS-Netzwerk, das sicherlich nützliche Kontakte zu internationalen Unternehmern für die heimische (grenznahe) Wirtschaft erschließen könnte. Franzosen und Niederländer bewerten eine Teilnahme an diesen Netzwerken nämlich ganz anders.


Gar nicht auf dem Bildschirm hatte die IHK ihren eigenen YouTube-Kanal:

YouTube-Kanal der IHK Aachen

YouTube-Kanal der IHK Aachen

Zwar sind nur 6 Videos veröffentlicht, aber immerhin hat man einen Anfang gemacht: Beispielsweise 6-minütiges Video „Karriere mit Lehre IHK-Film zur Ausbildung“ – immerhin mit 799 Abrufen.

Alles in allem zu wenig Dialog mit den eigenen (zahlenden) Mitgliedern und wenig wirklich nützliche Interaktivität!

Herausgeber im Sinne des § 5 TMG:
Industrie- und Handelskammer Aachen
Theaterstr. 6 – 10, 52062 Aachen
Telefon: +49 241 4460-0
Telefax: +49 241 4460-259
E-Mail: info@aachen.ihk.de

Vertretungsberechtigte:
Präsident Bert Wirtz, IHK Aachen
Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer, IHK Aachen
Verantwortlich gemäß § 55 Abs. 2 RStV:
Fritz Rötting, Theaterstr. 6 – 10, 52062 Aachen

Lesen Sie auch: „Web 2.0 und Kammern – mehr Mut wäre dringend nötig“

Weitere Blog-Beiträge dazu:
IHK und Social Media

IHK: „Wir sind erreichbar!“

Kammern schon im Netz angekommen?


„Wie interaktiv sind Aachener Unternehmen und Organisationen im Web ?“
Bisher sind vier Blog-Beiträge erschienen:
1) Über die Handwerkskammer Aachen – http://wp.me/p2Znfy-2Y
2) Über die AGIT, Aachen – http://wp.me/p2Znfy-4v
3) Über Scuderia Jansen Automobile, Aachen – http://wp.me/p2Znfy-3Q
4) Über die IHK Aachen – http://wp.me/p2Znfy-51

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