Monatsarchiv: September 2013

Social Media im Unternehmenseinsatz

Eine aktuelle Studie des BITKOM hat zu folgendem Beitrag auf der BITKOM-Webseite geführt:

  • 37 Prozent aller Unternehmen nutzen Social-Media-Werkzeuge für die Kommunikation mit Mitarbeitern
Berlin, 8. Juli 2013 – Soziale Medien werden bei der Mitarbeiter-Kommunikation wichtiger. 37 Prozent der Unternehmen setzen entsprechende Dienste und Plattformen ein. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung bei Unternehmen im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) setzt externe soziale Netzwerke ein, etwa Facebook oder Xing. 13 Prozent haben eine soziale Plattform in ihrem internen Netzwerk aufgebaut. Diese bieten häufig vergleichbare Möglichkeiten wie soziale Netzwerke im Web, sind jedoch nur für die eigenen Mitarbeiter zugänglich. Jedes zehnte Unternehmen nutzt für die interne Kommunikation Blogs, die von den Mitarbeitern bearbeitet werden. Zum Teilen von Fotos und Videos innerhalb des Unternehmens greifen sieben Prozent auf öffentliche Online-Dienste zurück wie YouTube oder Flickr. „Der Einsatz von Social-Media-Werkzeugen zur Mitarbeiter-Kommunikation bedeutet häufig einen tiefgreifenden Kulturwandel im Unternehmen. Anstatt nur in eine Richtung zu kommunizieren, findet ein Austausch von Informationen und Meinungen quer durch alle Hierarchie-Ebenen statt“, sagt Catharina van Delden vom BITKOM-Präsidium.
Außer sozialen Netzwerken wie Facebook, Google Plus und Twitter sowie beruflichen Plattformen wie Xing oder LinkedIn gibt es auch einige, speziell für Unternehmen entwickelte Social-Media-Lösungen, etwa Yammer oder Jive (Meine Anmerkung: Ebenso wie WEPS.AG*). Diese bieten nicht-öffentliche Bereiche, in denen sich Mitarbeiter eines Unternehmens informieren, Projekte steuern oder Dateien austauschen können. Im Gegensatz zum klassischen Intranet stehen bei diesen Kollaborations-Werkzeugen in der Regel stärker der Austausch und die Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
Dadurch ist die Kommunikation innerhalb der Teams häufig dynamischer. Einige Unternehmen versprechen sich vom Einsatz entsprechender Plattformen eine effizientere Kommunikation, auch weil die zeitaufwändige Bearbeitung von E-Mails deutlich reduziert werden kann. Für Unternehmen kann der Einsatz moderner Kommunikationsplattformen zudem ein Pluspunkt bei der Suche hochqualifizierter Nachwuchskräfte sein. Diese erwarten immer häufiger entsprechende Plattformen für die Zusammenarbeit, deren Funktionsweise ihnen bereits von sozialen Netzwerken bekannt ist.
Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat das Meinungsforschungsinstitut Aris 854 Unternehmen ab 3 Mitarbeitern in Deutschland befragt. Die Daten sind repräsentativ.* Ich freue mich, Ihnen für Ihre interne wie externe Kommunikation eine Software anbieten zu können, die Ihnen (fast) alle Möglichkeiten sozialen Austauschs erlaubt und um (fast) jedes Tool  – vom virtuellen  Konferenzraum bis zum Projekt-Management-Tool – erweiterbar ist.

Wie interaktiv sind Aachener Unternehmen und Organisationen im Web ? (3)

Die Auto-Branche gehört zu jenen, die sich besonders eignen für die neuen Medien, für Social Media, für Video-Aktivitäten und differenzierte Zielgruppen-Maßnahmen. Und dennoch: Schaut man in die Aachener Region, dann findet man Auto-Händler mit intensiven Kommunikations-Auftritten aber ungenutzten Chancen in der Nutzung Sozialer Netzwerke.

logo-scuderia-jansenDie Scuderia Jansen und Jansen-Automobile ist so ein Händler für diverse Automarken – u.a. Fiat, Lancia und Chrysler – mit einem durchaus modern gestalteten Webauftritt www.scuderia-jansen.de. 

Scuderia Jansen/Jansen Automobile  WebseiteDie Webseiten sind (leider) aus einem Baukasten-System der Web1.0-lastigen Webauto.de, die den Händlern einen einfachen aber modern anmutenden Web-Design-Baukasten zur Verfügung stellt. Auto-Konfigurator und Social Bookmarks sind möglich – aber ansonsten keine Interaktion, kein Blog, kein bewerten, kommentieren, liken!

Wer sich allerdings mit den Zielgruppen der Auto-Interessenten und -Käufer unterhält, merkt schnell, wie wichtig die Empfehlung von Kollegen und Freunden ist und zum Interesse und zum Kaufentschluss (Digital Natives sind kommunikativ, kreativ und kollaborativ) beiträgt. Idealer Nährboden, um mit Sozialen Medien darauf einzuwirken!

Auf Nachfrage beim Unternehmen zu fehlenden Aktivitäten bei Facebook, Twitter, YouTube usw. wird darauf hingewiesen, dass man diesen Schritt aus altbekannten Gründen (Zeit, Aufwand, Kosten etc.) noch nicht gegangen ist. Die Erkenntnis, ‚wer nicht  mit der Zeit geht, geht mit der Zeit‘ setze sich auch in KMUs immer weiter durch. Er lässt zumindest für die nahe Zukunft hoffen, dass sich die grundsätzliche Offenheit gegenüber Aktivitäten in Sozialen Netzwerken und die Anwendung der Prinzipien des Mitmach-Webs deutlich verändert.
Das kann man auch nur von anderen Autohäusern in der Region hoffen.

„Wie interaktiv sind Aachener Unternehmen und Organisationen im Web ?“
Bisher sind vier Blog-Beiträge erschienen:
1) Über die Handwerkskammer Aachen – http://wp.me/p2Znfy-2Y
2) Über die AGIT, Aachen – http://wp.me/p2Znfy-4v
3) Über Scuderia Jansen Automobile, Aachen – http://wp.me/p2Znfy-3Q
4) Über die IHK Aachen – http://wp.me/p2Znfy-51
5) Über Auto Bähr, Herzogenrath – http://wp.me/p2Znfy-5H

 

Wie interaktiv sind Aachener Unternehmen und Organisationen im Web ? (1)

Social Media von "Gedankenstrich"

Social Media
von „Gedankenstrich“

Die Ergebnisse von Umfragen zur Nutzung und zum Einsatz von Social Media könnten unterschiedlicher kaum sein. Einige sprechen von einem sehr hohen andere wiederum von einer unter 30%igen Aktivität von Unternehmen und Organisationen in Deutschland im SocialMedia.

Um das einmal exemplarisch zu prüfen, habe ich mich in der Euregio Aachen umgesehen und analysiert, wie Unternehmen und Organisationen ihre Homepage als interaktives Werkzeug einsetzen und ob sie Social Media-Aktivitäten – beispielsweise Facebook, XING, Twitter, YouTube, Blogs, WIKIs, Webkonferenzen usw. – im dialog-orientierten Mitmach-Web einsetzen und ihren Kunden zum Dialog zur Verfügung stellen.

Vorbilder – so denke ich – müssten da eigentlich die Kammern, die Wirtschaftsförderung, die Kommunen und Wirtschafts-Organisationen sein. Darum gehört dieser Gruppe meine erste Priorität – die Gemeinden und Städte habe ich gesondert in einer eigenen Serie zusammengefasst: „StädteRegion AACHEN: Kommunen (nicht) auf Kommunikation mit dem Bürger eingestellt?“ – beginnend mit der Stadt Aachen.

Ziemlich enttäuscht bin ich von der Mitwirkung der bisher analysierten Unternehmen und Organisationen: Keiner kam meiner Bitte nach, mir ein schriftliches Strategie- oder Konzeptions-Papier zu überlassen. In einigen Fällen gab es lediglich eine – meist kurz gehaltene – eMail mit mehr oder weniger interessanten Infos. Details Fehlanzeige. Ebenso weiterführende Begründungen, weshalb man Soziale Medien nutzt bzw. auch nicht nutzt. Wenn ich Infos erhalten habe, vermerke ich das bei den wenigen Unternehmen/Organisationen im Einzelnen.

Etwas überspitzt gesagt: Der Eindruck, sich den Werten im Social Web wie Offenheit, Klarheit, Transparenz, Dialogfähigkeit im Management zu öffnen, scheint mir noch nicht angekommen zu sein – eine Einstellung, die vielleicht in Aachen besonders auffällt, aber doch überall anzutreffen ist.

Ganz gleich, welche unternehmerische Zielsetzung Sie wählen, Social Media nimmt in allen Unternehmensbereichen Einfluss und wird für unterschiedlichste Zielsetzungen und Aufgabenstellungen mittlerweile eingesetzt; einige Beispiele:

Bekanntheit steigern
Umsätze steigern
 

Produktentwicklung
Kundenservice durch Wissensteilung
Mitarbeiter-Kommunikation
Azubisuche
Dialog-Instrument
PR

Zur Vorbereitung dieses Beitrags wurde an Unternehmen und Organisationen eine Mail mit der Bitte versandt, bei Vorlage einer schriftlichen Strategie und/oder Konzeption zum Einsatz von Social Media, mir dieses Papier zur Verfügung zu stellen. Seltsamerweise gab es nur eine brauchbare Antwort.

200.000 potentielle Kunden links liegen lassen

Unverständlich bleibt, warum Aachener Unternehmer und Organisations-Manager eine Kontakt-Möglichkeit bei mindestens 200.000 Facebook- oder etwa 30.00 XING-Nutzer in und um Aachen herum ignorieren. Würden Unternehmer Print-Medien mit einer solchen Verbreitung ignorieren und  keine Anzeigen schalten? Oder keine Mailings organisieren, wenn die Zielgruppe so gut und preiswert erreichbar wäre?

Ist Social Media in den Köpfen vieler Entscheider noch nicht angekommen?

hwk-aachen-logoDie Kammer bezeichnet ihre eigene Webseite als „sehr dynamisch und stets aktuell“. Selbst nutzt die HWK keine Instrumente im Social Web – lediglich 5 Bildungszentren

sind aktiv bei Facebook und werden von der HWK-Homepage verlinkt.
Man arbeitet scheinbar an der Implementierung von Nachrichten – ‚BGE‘ und ‚Next Generation‘ sind mit wenigen Beiträgen noch nicht sehr aussagekräftig. Allerdings ist die Teilnahme durch User-Posts überall sehr gering – ‚Likes‘ sind im ‚FB-Friseur‘ und ‚FB-Design‘ dagegen deutlich höher als bei den anderen. Ich habe mich nicht weiter mit den Inhalten beschäftigt – aber der geringe Dialog-Anteil sollte Anlass zu vertiefender Analyse sein.

Auf der Homepage bietet die Kammer unter dem Link http://www.hwk-aachen.de/beratung/unternehmensberatung/marketing.html an:
Wir machen Sie auch in Online-Marketing und Web 2.0 fit.“

2013 HWK-Homepage

2013 HWK-Homepage

Allerdings findet man keine weiteren Dialog-Angebote der HWK
Interaktive Elemente sind trotz sehr umfangreicher Menu-Führung auf der Webseite nicht auffindbar. Lediglich ein eigener Newsletter – für jeden abrufbar – und ein RSS-Feed sind weitere sichtbare Ergänzungen der Webseite .

Etwas dürftiges HWK-Angebot
Etwas komplizierter ist die App-, das Twitter- und das Facebook-‚Lehrstellenradar‘ auffindbar – was die kritische Nachfrage aufwirft: Warum hat die Facebook-Seite nur 183 Fans? Und ist man sich sicher, dass Jugendliche Twitter für die ‚Suche nach aktuellen Lehrstellen- und Praktikumsplätzen‘ nutzt?

Auf XING findet man lediglich den „Zwangseintrag“ als ‚Unternehmen‘. Weitere Aktivitäten in Sozialen Netzwerken ebenso wie WIKIs oder ein Blog waren nicht erkennbar und wurden auf Nachfrage auch nicht dokumentiert – leider war auch die Pressestelle nicht kommunikativer und wollte keine Hintergründe über die Aktivierung und Mitwirkung ihrer Zielgruppen erläutern. Keine Infos auch dazu, warum man z.B. Blogs, WIKIS, Webkonferenzen, Webinare übers Internet nicht nutzt.

Ein HWK-Verantwortlicher kommentiert meine Informations-Anfrage gar mit der Antwort: „… nach Rücksprache im Hause muss ich Ihnen leider mitteilen,
dass wir keine Konzeption haben, die wir Ihnen zur Verfügung stellen können“ – und korrigiert sich später: “ … das Papier ist nicht streng geheim, aber eben nur für den internen Gebrauch formuliert.“

Wie viel Social Media wünschen sich HWK-Mitglieder, Handwerks-Kunden, Jugendliche mit dem Wunsch nach Handwerks-Infos und Ausbildungsstellen, Handwerks-Nachwuchs bei der Suche nach Weiterbildung und Hilfestellungen?
Kommentieren Sie ……

Weitere Analysen von Organisationen und Unternehmen folgen in dieser Serie!
Lesen Sie auch: „Handwerk 2.0 – eine nicht akzeptierte Vision?“

„Wie interaktiv sind Aachener Unternehmen und Organisationen im Web ?“
Bisher sind vier Blog-Beiträge erschienen:
1) Über die Handwerkskammer Aachen – http://wp.me/p2Znfy-2Y
2) Über die AGIT, Aachen – http://wp.me/p2Znfy-4v
3) Über Scuderia Jansen Automobile, Aachen – http://wp.me/p2Znfy-3Q
4) Über die IHK Aachen – http://wp.me/p2Znfy-51