Rezension: Pflegemanagement heute

Rezension

Einen „schnellen“ Überblick zu den wichtigsten Themen in der Pflege bietet dieses Loseblattwerk. Deutlich zu kurz kommt aber beispielsweise das Thema „MARKETING“ – das Thema „externe Kommunikation“ kommt viel zu kurz -, obwohl beide Bereiche doch zu den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Themen dieser Branche in der Gegenwart zählen. Auch lässt die Tiefe an manchem Stellen dieses Werks deutlich zu wünschen übrig.

Andererseits bieten die zahlreichen Beispiele aus Klinik, stationärer Altenpflege und ambulanter Pflege für den notwendigen Praxisbezug. Entsprechende Zielformulierungen und Transferfragen verfestigen Gelerntes – also für die Generation der Lernenden mit dem Wunsch, ins Management aufzusteigen, eine ideale Basiswissen-Vermittlung. Im Weiterbildungsbereich eine deutliche Unterstützung, wenngleich ich gerne auf ergänzende bzw. alternative Literatur verweise.

Das vorliegende Lehrbuch begleitet Stations-, Bereichs-, Pflegedienst- und Heimleitungen in der Weiterbildung oder in Pflegemanagement-Studiengängen und steht ihnen auch anschließend beratend zur Seite. Pflegemanagement Heute orientiert sich als erstes umfassendes Werk für das mittlere Pflegemanagement an den Weiterbildungsempfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und des Deutschen Bildungsrates (DBR).

Inhalt

1 Gesundheits- und Sozialpolitik
2 Gesundheitsökonomie
3 Rechtliche Grundlagen des Pflegemanagements
4 Professionalisierungsprozess der Pflege
5 Pflegewissenschaft
6 Grundfragen des pflegerischen Handelns
7 Gesundheitswissenschaften, Gesundheitsrisiken und Gesundheitsförderung
8 Krankenhäuser, Pflegeheime und Pflegedienste als Unternehmen
9 Betriebswirtschaft und Finanzierung
10 Qualitätsmanagement
11 Öffentlichkeitsarbeit und Marketing im Gesundheitswesen
12 Personalmanagement
13 Pflegefach- und Pflegehilfskräfte führen
14 Kommunikation im Führungsalltag
15 Teamentwicklung und Mitarbeiterführung
16 Beratung und Schulung

Daten zum Buch

ISBN 9783437278518
Verfügbarkeit derzeit nur Vorbestellung
Impressum Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH
Autoren Conzen, Christel (Herausgeber); Freund, Jutta (Herausgeber); Overlander, Gabriele (Herausgeber)
Veröffentlichungsdatum 18.08.2016
Auflage 2
Format (Breite x Höhe) 210 x 297 mm
Produktformat Buch Gebunden
Sprache(n) deutsch
Seiten 544
Copyright-Jahr 2016

 

Die Autoren

Christel Conzen ist Krankenschwester, Dipl.-Sozialwissenschaftlerin, EFQM-Assessorin sowie Teletutorin (FH) und verfügt über Weiterbildungen zur Lehrerin für Pflegeberufe sowie zur Pflegedienstleitung.
Nach einigen Jahren als Leitende Anästhesieschwester war Christel Conzen in einer Krankenpflegeschule tätig, die sie zudem drei Jahre lang leitete. Parallel zu ihrem Studium der Sozialwissenschaft arbeitete sie als Qualitätsbeauftragte sowie freiberufliche Dozentin in der Aus-, Fort- und Weiterbildung. An der Hochschule Bremen sowie der evangelischen Fachhochschule Hannover nahm sie von 1998 bis 2003 Lehraufträge zu den Themen Sozialpolitik, Strukturen der Berufspolitik, Berufssoziologie und Soziologie der Organisationen im Gesundheitswesen wahr. Seit nunmehr 10 Jahren ist Christel Conzen im Institut für Fort- und Weiterbildung des DBfK-Landesverbandes Nordwest tätig. Hier leitet sie unter anderem die Weiterbildung zur staatlich anerkannten Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege. Als Mitglied des Deutschen Bildungsrates für Pflegeberufe beschäftigt sich Christel Conzen mit Bildungstheorie und -konzepten.

Jutta Freund ist Krankenschwester, Dipl.-Pädagogin mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung und Supervisorin (IACC). Weiterhin hat sie Arbeitswissenschaften studiert und eine Ausbildung zur Psychodramaleiterin (DAGG, DGP) absolviert.
1990 gründete Jutta Freund gemeinsam mit Gabriele Overlander in Hannover das Institut „Freund und Overlander“ für Personalentwicklung, Fortbildung und Supervision. Themenschwerpunkte von Jutta Freund sind: Training von Führungskräften, Personalentwicklung, Supervision, Coaching, Teamentwicklung, Fortbildung, Mediation sowie Gendertraining.

Gabriele Overlander ist Krankenschwester, Sozialpsychologin M.A., Supervisorin (IACC) sowie Psychodrama-Therapeutin (DAGG, DFP).
Seit 1990 leitet sie gemeinsam mit Jutta Freund das Institut „Freund und Overlander“ für Personalentwicklung, Fortbildung und Supervision in Hannover. Als Lehrbeauftragte ist Gabriele Overlander an der evangelischen Fachhochschule in Darmstadt sowie an der Fachhochschule Hannover tätig; ihre Themenschwerpunkte sind: Entwicklung von Führungskräften, Personalentwicklung, Supervision, Coaching, Beratung, Teamentwicklung, Fortbildung, Arbeitsbelastung/Gefühlsarbeit und Motivation.

Änderungen: Neue Rechtsform und neuer Sitz

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Zum 1. Oktober 2015 haben wir die BAYARTZ AG in eine GMBH umgewandelt.

Ebenso ist der Sitz der Gesellschaft jetzt in Aachen:
52074 Aachen
Ackerstr.11
0177 4500069

31.12.2015: WEPS-Community-Plattform endet

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Nach über 10 Jahren Community-Plattform http://www.WEPS.AG werden wir unsere Aktivitäten mit der Social Networking-Plattform zum 31.12.2015 beenden.
—> Wer interessiert ist, kann das gesamte Knowhow samt SourceCode kaufen…

„Marketing im Sozialen Bereich“ – Rezension

Buch: Marketing im Sozialen BereichRezension:
Kortendieck (siehe „Der Autor“) spricht mir als langjährigen Berater und Dozent für Marketing aus dem Herzen, wenn er gleich zu Beginn mit Praxis-Beispielen den scheinbar noch vorhandenen Vorurteilen in der Branche der sozialen Pflege-Dienste und -Einrichtungen in deutlicher Sprache die Stirn bietet und mit Irrtümern – offenbar auch noch in den Führungs-Etagen im sozialen Bereich – aufräumt.

Marketing ist kunden- und wettbewerbsorientiertes Verhalten und Entscheiden, so seine richtige und durchdringende Botschaft. Lange Zeit war vor allem in akademischen Kreisen eine Marktorientierung im Sozialen Bereich suspekt.

Der Autor verweist auf den bereits in vielen Bereichen der Sozialen Arbeit, Pflege und Gesundheitswesen herrschenden Wettbewerb. Vor allem die Mitarbeiter bekommen dies immer deutlicher zu spüren und der Druck auf die Branche nimmt deutlich zu.

Diese Entwicklung für den Sozialen Bereich ist unumkehrbar, weil
– die im Marketing verwurzelte Kundenorientierung, die den Klienten ernst nimmt und nicht entmündigt, Voraussetzung für Erfolg ist,
– eine differenzierte Leistungspolitik notwendig ist, die vor allem den Nutzern und Klienten zu Gute kommt
– die Leistungserstellung immer mit Fragen der notwendigen Gegen-Finanzierung verbunden ist und deshalb der Austausch mit den Kostenträgern nicht vernachlässigt werden darf
– in der Sozialen Arbeit die Frage der richtigen Ansprache und des angemessenen Leistungsortes zum Erfolg wesentlich beiträgt.

Nicht selten fühlen sich die Mitarbeiter von ihren sehr aktuellen Aufgaben überfordert und sträuben sich gegen die Beschäftigung mit Themen aus dem Marketing, das „die da oben“ zu machen haben. Durch das Studium dieses Inhaltes wird ihnen aber schnell deutlich, wie eng verwoben ihr Job mit den täglichen und langfristigen Marketing-Entscheidungen ist.

Zu begrüßen sind nicht nur die theoretischen, sondern eben auch die operativen Vorschläge des Autors, die im Sozialen Bereich – auch noch –  vom Management verstanden und in der Praxis umgesetzt werden müssen.

Zu empfehlen ist das Buch: Studierenden in Sozialmanagement-/Sozialwirtschafts-/Pflege- und Gesundheits-Studiengängen; Betriebswirten mit Aufgaben in und Interesse an den Feldern Sozialer Arbeit, Führungskräften Sozialer Einrichtungen und Dienste.

Empfehlenswert ist auch das Splitting in viele Einzelthemen für die Zielgruppe in dieser Buchreihe – genannt „Blaue Reihe“. Weitere naheliegende Themen sind beispielsweise „Corporate Identity“, „Strategisches Management im Sozialen Bereich“, „Betriebswirtschaftslehre für Sozialunternehmen“ oder das nicht unwichtige Thema: „Konflikmanagement“. Durch diese Aufteilung wird dem interessierten Leser eine spezifische Einarbeitung in „sein“ Thema erlaubt.

Der Inhalt:
1. Einführung: Wozu Marketing für den Sozialen Bereich?
1.1 Die Besonderheiten des Sozialen Bereichs
1.2 Marketing und Social-Marketing
1.3 Besonderheiten des Dienstleistungsmarketings
2. Marketing: Wettbewerbs- und kundenorientiertes Handeln
2.1 Marketing und Markt
2.2 Marketing und Kunde
3. Markt-und Marketingforschung
3.1 Die Gewinnung von Informationen
3.2 Anforderungen und Aufgaben der Marktforschung
3.3 Methoden der Marktforschung
4. Strategisches Marketing
4.1 Die Marketingziele
4.2 Die Marketingkonzeption
4.3 Aufgaben des Strategischen Marketings
4.4 Abgrenzung des relevanten Marktes und Segmentierung
4.5 Die Analyse der Marktteilnehmer
5. Operatives Marketing – das Marketing-Instrumentarium
5.1 Produkt-und Leistungspolitik
5.2 Die Distributions- und Standortpolitik
5.3 Die Preis- und Gegenleistungspolitik
5.4 Kommunikationspolitik

Der Autor:
Prof. Dr. rer. pol. Georg Kortendieck, Jahrgang 1959, studierte Volkswirtschaftslehre in Freiburg i. Brsg., und arbeitete als wissenschaftlicher Assistent am Institut für allg. Wirtschaftsforschung, Abt. Sozialpolitik. Danach hatte er langjährig eine Geschäftsführer- und Leitungstätigkeit in Verbänden und Einrichtungen der kath. Erwachsenenbildung in Niedersachsen inne.

Seit 2001 Professor an der Fakultät Sozialwesen der Hochschule Ostfalia, Braunschweig / Wolfenbüttel, Lehrgebiet Betriebswirtschaft im Sozialen Bereich mit den Aufgabenschwerpunkten: Betriebswirtschaft,Marketing, Strategisches Management, Kostenrechnung und Controlling, Volkswirtschaftslehre sowie Personalwirtschaft und Mitarbeiterführung in sozialen Einrichtungen. Daneben hatte er die Wissenschaftliche Begleitung des Bundesprojektes „Betriebswirtschaftliche Kompetenz für Erwachsenenbildner“ inne. Seine Forschungstätigkeiten liegen vor allem im Bereich der marktwirtschaftlichen Steuerung im Sozialen Bereich.

Infos zum Buch:
Broschiert: 168 Seiten
Verlag: ZIEL; Auflage: 1 (27. Juli 2011)
Sprache: Deutsch
Preis: 25,80 €
ISBN-10: 3940562602
ISBN-13: 978-3940562609
Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 1,3 x 30 cm

 

 

„Erfolgreiches Marketing für soziale Einrichtungen“ – Rezension

Rezension:
Zur VeroBuch: Erfolgreiches Marketing für soziale Einrichtungenrtung der Begrifflichkeiten in einer noch recht neuen  Disziplin übernimmt dieses kleine Büchlein ein wichtige Funktion. Dem Autor ist für die Definitionen in einem für das Marketing neuen und ’schwierigen‘ Markt zu danken, weil das Konstrukt des sozialrechtlichen Dreiecks, welches sich daraus ergibt, dass der Staatsapparat soziale Dienstleistungen finanziert, welche bestimmte Menschen oder die Allgemeinheit empfangen, das Marketing vor besondere Aufgaben stellt.

Der vorherrschende Charakter von ideellen Werten und die gleichzeitige wirtschaftliche Notwendigkeit von Nonprofit-Organisationen tragen dazu bei, dass Marketing an die Besonderheiten der Sozialwirtschaft angepasst werden muss. Marketing bewegt sich damit zwischen den unterschiedlichen Zielen der Nonprofit-Organisationen und den Bedürfnissen staatlicher Geldgeber, direkter Leistungsempfänger und derjenigen, die in Nonprofit-Organisationen beschäftigt sind. Gerade die Beschäftigten, die an Leitungs-Funktionen herangeführt werden sollen, unterschätzen die Wichtigkeit und Bandbreite des Marktings in Pflege-Einrichtungen. Insofern trägt der Autor mit dazu bei, Klarheit in die Begrifflichkeiten zu bringen.

Das Prinzip der Stakeholder, die Organisation in ihrem gesamten sozialökonomischen Kontext zu erfassen und die Bedürfnisse der unterschiedlichen Anspruchsgruppen in Einklang zu bringen, wird in  dem Beitrag Rechnung getragen. Interessant wäre eine tiefere Beschäftigung (eigener Unterpunkt) mit dem Thema des Stakeholder-Relationship-Managements (SRM) gewesen, das deutlich weiter geht als das CRM (Customer-Relationship-Management), da es versucht, die Beziehungen der Organisation zu allen, bzw. seinen wichtigsten Anspruchsgruppen in Einklang zu bringen.

Das Buch ist nicht Handlungsanleitung sondern verbindet die Bereiche Marketing und Sozialwirtschaft und setzt sich insbesondere mit Nonprofit-Organisationen, die sich auf staatlich finanzierte soziale Dienstleistungen spezialisiert haben, auseinander. Dabei werden die Soziale Arbeit hinsichtlich ihrer Art und Einordnung zwischen Staat und Lebenswelt, staatliche Geldgeber hinsichtlich ihrer lokalen Verortung und Non-Profit-Organisationen hinsichtlich ihrer Unternehmens-Stärke und verschiedenen Geldgeber untersucht.

Insgesamt kann man den Beitrag in einem sich entwickelnden und stark wachsenden Markt nur empfehlen, um Klarheit und Orientierung zu bekommen. Der praxis-orientierte Umsetzungs-Ansatz erhält in anderen Veröffentlichungen, die ich in weiteren Rezensionen untersuche, dagegen einen breiteren Raum.

Der Inhalt:
1 Einführung
2 Bedingungen und Besonderheiten in derSozialwirtschaft
2.1 Vorbemerkungen
2.2 Dritter Sektor
2.3 Nonprofit-Organisationen
2.4 Soziale Arbeit bzw. soziale Dienstleistungen
2.5 Das Subsidiaritätsprinzip
2.6 Das sozialrechtliche Dreieck
2.7 Finanzierung Sozialer Arbeit
2.8 Stakeholder
3 Grundlagen des Sozialmarketings
3.1 Einführung und Begriffsbestimmung
3.2 Marketingkonzeption
4 Marketingkonzepte im Kontext des sozialrechtlichen Dreiecks
4.1 Übersicht und Erläuterungen zu den Marketingschwerpunkten
4.2 Förderung der Adhärenz
4.3 Käufer-Kundenorientierung und Beziehungsmanagement
4.4 Vermittlung von ‚Image – Wissen – Bekanntheit‘ in der Öffentlichkeit
5 Resümee
5.1 Umsetzbarkeit
5.2 Wirksamkeit
5.3 Zukunftsperspektiven

Der Autor:
Leif Lüpertz, M. A., absolvierte eine Berufsausbildung zum Werbekaufmann und studierte anschließend Sozialmanagement an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Beruflich begleitete und betreute er sowohl bei Nonprofit-Organisationen und Wohlfahrtsverbänden als auch bei Behörden soziale Projekte. Derzeit arbeitet er als Projektleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter im betriebswirtschaftlichen Stadtteilmanagement mit dem Schwerpunkt Crossmarketing. Zudem engagiert er sich ehrenamtlich in einem Verein der freien Wohlfahrtspflege und der Sozialpolitik. Seine multidisziplinäre Ausbildung und Erfahrung in den Feldern Marketing/Kommunikation und Sozialwirtschaft motivierten den Autor, sich der Thematik des vorliegenden Buches zu widmen.

 Die Daten zum Buch:

ISBN 10: 3842879083
ISBN 13: 9783842879089
Erscheinungsjahr: 2012
Erschienen bei: Diplomica Verlag
Einband: Taschenbuch
Maße: 227 x1 59 x 13 mm
Seitenzahl: 112
Gewicht: 188 gr.
Sprache: Deutsch
Autor: Leif Lüpertz
Zusatztext: 17 Abbildungen

 

Marketing für soziale Einrichtungen notwendig?


Bild: kuk-agentur

Marketing und Altenheime?
Das passt doch nicht zusammen – oder doch?

Ein stark wachsender Markt und Einrichtungen, die sich häufig noch an den Maßstäben von vor zig Jahren orientieren – hat da eine ganze Branche eine Entwicklung verpennt? Ja und nein – einige schon, andere wachen auf und ein kleiner Teil ist hellwach.

Denn Marketing ist vor allen Dingen ‚Unternehmenskultur‘. Und daran haperts nicht nur im sozialen Bereich – auch ganz schnöde kapitalistisch orientierte Unternehmen – vor allen Dingen im Mittelstand – haben die Zeichen der Zeit bis heute keineswegs erkannt. Sie verhalten sich noch als gäbe es kein Internet, kein Empfehlungs-Marketing und keine rasent schnelle Informations-Gesellschaft.

Warum sollten also soziale Einrichtungen besser, schneller und marktgerechter reagiert haben? Warum sollten sie ihr Angebot und Unternehmen als Marke etabliert haben – und auch so führen?  Warum sollten sie sich dem Kommunikations-Wandel geöffnet haben und verstanden haben, dass eine zeitnahe Unternehmens-Kultur nicht nur Auswirkungen auf die Nachfrage im Kunden- sondern auch im Personal-Bereich haben?

Fachkräfte-Mangel in Alten- und Pflege-Heime, Kitas und Bildungs-Einrichtungen hat ganz viel mit mangelhaftem Marketing zu tun – gerade heute!

 

Kreative Händler machen den Einkauf nebenan wieder sexy

Einzelhandel vs. Online-Handel: Ideen gegen die Verödung des Einzelhandels 

 

Süddeutsche zeitung vom 13.12.13

Süddeutsche zeitung vom 13.12.13

 

Einzelhändler stöhnen unter der Abwanderung ihrer Kunden zum Online-Handel. Umsätze schrumpfen dramatisch, weil sie gegen mehrere Konkurrenten ankämpfen müssen: Konkurrenz der Supermärkte und des Versandhandels.

Was können Einzelhändler tun? Ein paar Gedanken dazu:

DWO-Onlineumsaetze

 

 

 

 

 

Foto: Infografik – Die Welt: Umsätze im Onlinehandel 

 

1. Alle Ideen zulassen
Was man immer gemacht hat, muss heute nicht mehr allein das Richtige sein.
Brainstorming bringt neue Ideen, manchmal auch Absurdes, das nur weitergedacht, variiert oder kombiniert werden muss. Nicht sofort alles abwürgen. Augen, Ohren und Offenheit erweitern und Nachdenken, Vorschläge und Abwegiges zulassen. Mitarbeiter und Kunden einbeziehen, Anstöße geben, Rückmeldungen (Kunden) ernst nehmen …. Alles auf den Prüfstand!

2. Unterschied: Ladengeschäft plus Webseite plus …
Nur 20 % der Einzelhändler sind im Internet tätig – warum? Eine eigene Webseite nutzen, um sich besser darzustellen, neue Aktionen zu präsentieren, den Nutzern Vorteile zu verdeutlichen. SMS-Maßnahmen nutzen für Aktions-, Preis- und Veranstaltungs-Aktionen. Warum keinen Newsletter, einen Blog, Videos oder Tages-Angebote machen und per Webseite, SMS und in Netzwerken verbreiten? Multi-Channel-Marketing is in.

3. Unterschied: Gemeinsame Handels-Aktionen
Was kann stark machen? Was können Verbrauchermärkte und Versandhandel nicht? Gemeinsames Handeln? Kombi-Rabatte diverser Händler? Örtliche Aktionen, Veranstaltungen, überraschende Präsentationen außerhalb des Ladens? Empfehlungs-Aktionen entwickeln!

4. Unterschied: Der Mensch
Menschlichkeit, Freundlichkeit, Sprache, Gestik, Mimik: Damit können online-Händler nicht aufwarten. Wie kann man sich optimieren? Wie können Kunden überrascht werden? Einen Prosecco, einen Kaffee zum Einkaufsbummel, einen Ort zum Ausruhen, Überlegen, Auswählen anbieten? Ein persönliches Gespräch? Zeit nehmen, Aufmerksamkeit schenken, Emotionen wecken – ein schwieriges online-Kapitel!

5. Unterschied: Die Kombination aus Produkt und Service
Reines ‚Produkte-verkaufen‘ ist out! Online kann Service nicht! Das Kombinieren von Produkt-Verkauf plus Service – das kann auch eine Versicherung  sein – sind in manchen Branchen eine Antwort.

6. Unterschied: Das Individuelle
Online-Handel macht Masse! Handel vor Ort kann sich auf das Individuum einstellen. Mass nehmen – auch manchmal im wörtlichen Sinne -, an den persönlichen Bedingungen und Wünschen orientieren, hat mit Zeit nehmen zu tun, benötigt Zuhörer, erfordert nachfragen. All das ist dem Versandhandel kaum möglich – deshalb wachsen dort auch die Retouren-Quoten dramatisch. Was kann man noch mehr individualisieren?

7. Unterschied: Das Wissen
Natürlich wissen die Online-Händler auch viel, aber ihnen fällt es deutlich schwerer, dies auch schriftlich formuliert über die Webseite an den Mann und die Frau zu bringen. Wie kann man hier Vorteile für den Händler mit Geschäft herausholen? Was kann man besser machen?

8. Unterschied: Das Kauf-Erlebnis
Im Internet einkaufen ist oft wenig attraktiv. Man versucht immer mehr, diesen Nachteil durch Videos, Rückruf-Aktions-Buttons und ähnliches aufzuholen. Was ist das aber gegen einen coolen Verkaufs-Raum, Blumen, angenehmes Ambiente, unaufdringliche Beratung, freundliche Menschen, motivierte VerkäuferInnen, optisch anregende Waren-Präsentation, überraschende Verkaufs-Optionen – und was man sich noch alles ausdenken kann?
Und: Wenn die Menschen nicht ins Geschäft kommen, wie kann man zu den Kunden gehen und sich präsentieren (aus der Kategorie: „Alle Ideen zulassen“)?

In jeder Einzelhandels-Branche ist es sicher individuell anders – darüber wäre zu sprechen.
Was meinen Sie: Machen solche Händler den Einkauf nebenan wieder sexy?
Welche Ideen kommen zu Ihnen, wenn Sie das lesen und darüber nachdenken?